• Regina Ofner

Befreunde dich mit dir selbst

Aktualisiert: 6. Mai

Stell dir doch mal folgende Frage. Wenn du die Wahl hättest, würdest du dann richtig gerne Zeit mit dir selbst verbringen? Also mit dir als Gegenüber. Ja, nein, vielleicht? Wenn du jetzt ein klares Ja dazu hast, gratuliere ich dir. Wenn nicht, dann ist es vielleicht die richtige Zeit um das zu ändern. Es wäre doch sehr schade wenn du die Person nicht besonders magst, mit der du die meiste Zeit deines Lebens verbringst.



Freundschaft braucht Akzeptanz

Kennst du so Sätze wie ich hasse mich, ich bin häßlich oder ich bin nicht richtig so wie ich bin? Vor allem wenn solche oder ähnlich Sätze immer wieder in deiner Gefühls- und Gedankenwelt eine Rolle spielen dann ist es ein Zeichen, dass du nicht besonders gut mit dir kannst. Und es wäre somit dringend notwendig daran etwas zu ändern.


Denn nur wenn du dich grundsätzlich so annehmen und akzeptieren kannst wie du bist, kannst du dich auch mit dir selbst befreunden. Was aber nicht heißt, dass du alles von dir besonders toll finden musst.

Es ist eben wie bei guten Freunden. Die haben ja auch nicht nur Sonnenseiten und trotzdem magst und liebst du sie. Verhaltensweisen die dir bei deinen Freunden nicht so gefallen übersiehst, ignorierst oder tolerierst du wahrscheinlich ohne viel Drama. Vielleicht könnt ihr sogar gemeinsam darüber schmunzeln. Denn und das ist eben das wichtige einer guten Freundschaft, eine gute Freundin, ein guter Freund hört zu und versteht dich auch in schwierigen und belastenden Situationen und freut sich mit dir wenn dein Leben gelingt.


Wahrscheinlich übersiehst, ignorierst oder tolerierst du ohne viel Drama Verhaltensweisen die dir bei deinen Freunden nicht so gefallen.

Eine gute Freundschaft entsteht meist auch nicht von Heute auf Morgen. In der Regel ist sie gewachsen und hat mit der Zeit an Intensität gewonnen. Damit das geschehen kann, braucht es zuerst eine gute Basis, also ein stabiles und gutes Fundament. Dieses Fundament bezieht sich auf eine gemeinsame Wertebasis wie Vertrauen, Loyalität und Respekt und auf die Bereitschaft euch aufeinander einzulassen und zuzumuten. Oft sind es auch intensive gemeinsame Erlebnisse die einer Freundschaft zusätzlich Kraft verleihen.


Lass dich auf dich selbst ein

Hand aufs Herz, hast du dir schon mal mehr als 10 Minuten am Stück Zeit genommen um dich zu fragen wer du eigentlich bist? Kannst du mir aus dem Bauch heraus sagen wer du bist ohne mir etwas über deinen Familienstand, deine Ausbildungs- und Erwerbsbiografie oder deine Hobbies zu verraten? Versuch es mal.

Kannst du aus dem Bauch heraus sagen wer du bist ohne über deinen Familienstand, deinen derzeitigen Job oder deine Hobbies zu sprechen?

Leider definieren wir uns allzuoft nur über unseren Beruf bzw. die berufliche Position die Familie und eventuell über ein spezielles Hobby. Aber wer bist du ohne vorangegangene Leistung? Was macht dich im innersten aus? Denn das ist die Person mit der du es in Wirklichkeit rund um die Uhr zu tun hast.


Damit du also auf diese essentielle Frage eine Antwort hast, ist es notwendig dich mit dir selbst auseinanderzusetzen. Und das erfordert Mut, Ausdauer und Ehrlichkeit. Ach und bevor jetzt gleich dein innerer Kritiker aufspringt um dir deine Misserfolge und deine Unzulänglichkeiten vorzuhalten, atme mal tief durch und ließ entspannt weiter.



Das Ziel

Das Ziel ist eine wertschätzende und liebevolle Begegnung mit dir selbst. Also weg von einem sehr kritischen und vielleicht sogar abwertenden - hin zu einem liebevollen und wohlwollenden Blick auf dich selbst. Ich will damit nicht sagen dass du jetzt alles toll finden musst an dir, aber dass du lernst stolz zu sein auf die Person die du bist, das was du bereits alles geschafft hast und wie du dich entwickelt hast.


Wenn du jetzt denkst, puhhh das ist sicher nicht so einfach, dann geb ich dir teilweise recht. Denn ja, es erfordert schon einiges an Arbeit und Einsatz. Gleichzeitig ist es mit den richtigen Methoden und dem Einsatz von Herz, Bauch und Hirn wiederum fast ein Kinderspiel etwas über dein Innerstes zu erfahren.


Woher kommt dein Selbstbild?

Hast du dich schon mal gefragt, warum siehst du dich so wie du dich siehst? Warum denkst über dich so und nicht anders? Und warum findest du vielleicht sogar Fehler die du bei dir selbst sehr kritisch betrachtest, bei Freunden gar nicht so schlimm?


Deine Selbstwahrnehmung wurde geprägt aufgrund deiner Erfahrungen, deiner Prägung, deinem Umfeld und deinem auf dich eingestellten Fokus zu tun. Das bedeutet aber nicht dass dieses Bild von dir tatsächlich dir gerecht wird. Daher ist es hilfreich, zuerst ma zu überprüfen ob deine Selbstwahrnehmung auch dir tatsächlich entspricht.


Deine Selbstwahrnehmung hat viel mit deinen Erfahrungen, deiner Prägung, deinem Umfeld und deinem auf dich eigestellten Fokus zu tun. Aber stimmt diese Selbstwahrnehmung überhaupt?

Um es zu verdeutlichen hier ein Beispiel aus meiner eigenen Geschichte. Als Kind wurde mir von jemanden in meiner Familie immer wieder gesagt, ich sei dick. Somit habe ich mich in meiner Kindheit immer als zu dick wahrgenommen. Erst vor einigen Jahren ist mir beim anschauen meiner Kinderfotos zum ersten Mal aufgefallen, dass ich damals gar nicht übergewichtig war. Sondern ich hatte eher die durchschnittliche Figur eines Kindes. Also weder sehr dünn aber auch nicht dick. Aber meine Wahrnehmung war aufgrund dessen Jahrzehntelang, ich war ein übergewichtiges Kind.


Dieses Beispiel zeigt, wenn du nicht irgendwann im Leben deine Sichtweise auf dich selbst hinterfragst, wirst du dich immer so sehen wie du es von anderen Menschen übernommen hast oder an vielleicht nur einer einzigen Erfahrung festgemacht hast. Und das kann zu einem stark verzerrten Selbstbild führen.


Wenn du dein Selbstbild nie hinterfragst, kann es es sein, dass du ein stark verzerrtes Selbstbild von dir hast. Vielleicht weil du es von anderen so übernommen hast oder es aufgrund einer Erfahrung so festgemacht hast.


Folgen eines verschobenen Selbstbildes

Aber was ist wenn sich eben dein Selbstbild ganz stark von der Realität unterscheidet? Nun ganz einfach ausgedrückt, es wirkt sich negativ auf dein Leben aus. Denn dein Denken, Handeln, Fühlen, dein Weltbild und noch vieles mehr wird viel stärker von deiner Selbstwahrnehmung beeinflusst als von der Realität.


Hast du zum Beispiel ein eher negatives Bild von dir dann nimmst du die Welt um dich herum auch viel negativer wahr als sie sehr wahrscheinlich ist. Siehst du dich im Gegensatz dazu als "das Geschenk an die Menschheit", wirst du all das was du zu sagen hast oder tust als das wichtigste, größte, beste und entscheidendste verkünden, egal wie banal es ist. Hast du den Eindruck klein und unbedeutend zu sein, nimmst du alles was du tust als unwichtig und unbedeutend wahr. Gleichzeitig aber die Welt um dich herum als überdimensional wichtig und bedeutend.


Somit bezieht sich eine verzerrte Selbstwahrnehmung immer auf dein Inneres, dein Äußeres und wie du die Welt um dich herum wahrnimmst. Egal ob die dich sehr negativ oder übertrieben positiv siehst, beides hat Konflikte zur Folge. Diese rauben dir nicht nur Kraft und Energie, sondern hindern dich auch daran dein Leben glücklich und erfüllt zu leben.


Egal wie du dich siehst, übertrieben positiv oder sehr negativ, beides hat Konflikte zur Folge. Und diese rauben dir Kraft und Energie und verhindern, dass du glücklich und erfüllt leben kannst.


Freundschaft mit mir Selbst

Und jetzt stellt sich die Frage wo fange ich am Besten an? Nun einerseits geht es darum dein Denken über dich selbst und deine Sicht auf dich zu verändern. Deine Vorzüge ins richtige Licht zu rücken und liebevoll mit dir selbst zu sein.


Äußerlich kannst du dabei schon einiges verändern in dem du den Fokus auf die Dinge an dir legst die du bei dir magst und nicht permanent darauf starrst was dir derzeit nicht so toll an dir gefällt. Vielleicht hilft es dir dabei auch mal etwas zu wagen. Also zum Beispiel dich auf einen neuen Haarschnitt oder einen neuen Kleindungsstil einzulassen. Mach dir doch selbst mal ein Kompliment und sag dir wie wunderschön du bist. Umarme dich selbst und nimm wahr wie gut es tut von dir selbst im Arm gehalten zu werden.


Wenn es um deine Person geht kannst du mal genau hinhören und beobachten wie du mit dir selbst umgehst. Was denkst du über dich wenn dir mal was nicht gleich aufs erste Mal gelingt oder dir etwas aus der Hand fällt? Oder wie reagierst du wenn dir in der Öffentlichkeit etwas unangenehm und peinlich ist? Und dann stell dir vor es wäre jemand anders passiert, was würdest du dieser Person sagen? Und wenn es positiv ist darfst du genau das dir selbst sagen.


Sprichst du dir auch positive Dinge selbst zu oder hauptsächlich negative? Versuche doch mal dir täglich was positives zuzusprechen.

Wenn du bereit bist, dich auf eine intensivere Auseinandersetzung mit dir selbst einzulassen, dann empfehle ich dir herauszufinden wer du bist. Aber ganz wichtig, auf eine positive und liebevolle Art. Was magst du zum Beispiel besonders an dir. Wo siehst du deine ganz besondern Potentiale, Talente und Interessen. Was macht dich einzigartig und besonders. Und was macht dich glücklich.


Wenn du es genau wissen willst

Wer es ganz konkret und in einem strukturierten Prozess angehen möchtest dann haben wir von whosoo etwas ganz besonderes für dich. Wir haben ein Coaching entwickelt, dass entweder 1:1 oder als DYI-Coaching gemacht werden kann. Dabei bekommst du ganz viel Klarheit über dich und kannst benennen was dir wichtig ist. Du erhältst ganz konkrete Antworten über dich und das was dich mit Sinn und Leidenschaft erfüllt.



Außerdem beschäftigen wir uns mit deinen Werten. Denn wie oben erwähnt ist eine gemeinsame Wertebasis ein großer Teil eines tragenden Fundaments in einer Freundschaft. Somit ist es essentiell für ein gelingendes und glückliches Leben, dass du deine Werte kennst. Denn sie beeinflussen dich in deinem Denken, Handeln und Tun. Und sie geben dir Halt in schwierigen Lebenssituationen.


Freundschaft mit dir selbst zu schließen bedeutet also Arbeit und es braucht Mut. Aber gleichzeitig ist es gar nicht so schwer mit den richtigen Tools und es lohnt sich auf jeden Fall.


Freundschaft mit dir selbst zu schließen braucht Mut und ein Investment deinerseits in dich. Aber es lohnt sich!

Du bist wunderbar und großartig. Und wenn du das noch nicht sicher weißt, dann mach dich auf den Weg und entdecke dein wundervolles Ich. Denn es wartet auf dich! Und dann wirst du auch aus vollem Herzen sagen können Ja ich will sehr gerne Zeit mit mir selbst verbringen.


Eine weiterführende Herzensempfehlung dazu ist dieser sehr persönliche Blogartikel von mir.

https://www.whosoo.work/post/gestalterin-meines-lebens







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